Therapeutisches Potenzial von Cannabidiol

Wenn wir über Nahrungsergänzungsmittel (im weiteren Verlauf NEM genannt) sprechen (oder schreiben), geht es immer darum, einen Bedarf zu bedienen. In den meisten Fällen soll ein NEM einen Mehrbedarf abdecken, in wenigen Fällen einen Mangel ausgleichen. Man kann also mit NEMs ein breites Spektrum an Kundenwünschen erfüllen. Es gibt also für jeden Bedarf, jede Altersgruppe und jedes Ziel ein bestimmtes Produkt. Manchmal geht es auch darum, Beschwerden zu lindern oder Krankheiten vorzubeugen. In extremen Fällen geht es auch um die Heilung von Krankheiten, wobei man das sehr differenziert betrachten sollte. Immerhin gibt es da noch die Klassifizierung als Medikament. Es muss also einen Unterschied zwischen einem NEM und einem Medikament geben, oder nicht?

Während Sportler oft ein NEM, zum Beispiel ein Proteinkonzentrat, nach dem Workout nutzen um ihren Bedarf an schnell verfügbarem Eiweiß-Bausteinen zu decken, gibt es Menschen die durch die zusätzliche Einnahme von hochdosiertem Zink den Krankheitsverlauf einer Erkältung positiv beeinflussen wollen.

CBD ist ein Wirkstoff, welcher dir sicher keine Muskeln verschaffen wird. Aber es hat ein enorm starkes therapeutisches Potenzial wenn es um verschiedenste Krankheiten geht!

CBD als Therapeutikum

Die meisten bekannten Wirkungen wurden in Tierversuchen nachgewiesen. Die Grundlagenforschung beim Menschen weist aber auf eine mögliche, starke therapeutische Wirkung bei einer Vielzahl von Krankheiten und Symptomen hin. Im Folgenden werden wir auf ein paar Krankheiten und Symptome eingehen und die mögliche Wirkung erläutern. Nicht alle sind klinisch bestätigt, einige basieren auf Erfahrungsberichten.

Dennoch möchten wir darauf hinweisen, dass wir uns von jeglichen eventuellen Heilversprechen distanzieren und die Einnahme von CBD in Kombination mit Medikamenten IMMER mit einem Arzt abgesprochen werden sollte! Aussagen wir "CBD HEILT KREBS" sind unseriös und sollten genau geprüft werden, bevor man sich zu 100% darauf verlässt.

CBD bei Epilepsie

Bereits in verschiedenen Tierversuchen (Jones et al. 2012, Jones et al. 2011) und in ersten klinischen Studien am Menschen konnte eine positive Wirkung von CBD bei Epilepsie festgestellt werden. Sowohl in den USA als auch in Deutschland werden CBD-Produkte bei Kindern mit genetisch bedingten Epilepsie-Formen wie dem Dravet-Syndrom, dem Lennox-Gastaut-Syndrom oder dem Angelmann-Syndrom eingesetzt.

In einer bereits vor 35 Jahren durchgeführten Studie mit 8 Patienten konnten die Anfälle bei 4 Patienten komplett beseitigt werden während 3 angaben, teilweise Verbesserungen festzustellen. Bei einem Patienten zeigte CBD keinerlei Wirkung. Die Dosis lag hier bei 3 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht.

2016 konnte in einer Studie gezeigt werden, dass Patienten, die nicht mehr auf normale Epilepsie-Medikamente anschlugen, eine Besserung durch CBD-haltiges Cannabis erfuhren. Hierbei wurde über mehrere Monate (mindestens sechs Monate) eine Dosis zwischen 1 und 20 mg pro kg Körpergewicht und einem Verhältnis von CBD zu THC von 20:1 verabreicht. 89% der Teilnehmer berichteten von einer Verringerung der Anfallshäufigkeit. Lediglich fünf Patienten berichteten von negativen Auswirkungen und mussten die Einnahme abbrechen.

Es wurden noch weitere Studien und Untersuchungen durchgeführt, die alle zu dem Ergebnis kamen, dass die Einnahme von CBD zu einer deutlichen Besserung der Anfallshäufigkeit führen kann. Man muss dazu sagen, das teilweise hohe Dosierungen (bis zu 50 mg pro kg Körpergewicht) angewendet wurden die dann auch zu leichten bis mittleren Nebenwirkungen führten (Schläfrigkeit, Antriebslosigkeit bis hin zu Verschlechterungen der Anfallshäufigkeit).

CBD bei Angststörungen und posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS)

CBD konnte sowohl im Tierversuch als auch beim Menschen zeigen, dass es eine angstlösende Wirkung besitzt. Besonders die beruhigende Wirkung wird bei Patienten mit PTBS geschätzt. Schon seit vielen Jahren wird solchen Patienten medizinisches Cannabis zum Rauchen/Inhalieren von Ärzten verschrieben.

In einer Doppelblind-Studie wurden 40 Personen in 4 Gruppen unterteilt. Sie darum gebeten, eine Rede vor einer Kamera zu halten. Alleine der Gedanke daran, dass sie gefilmt werden, lies die Angst bei den Probanden deutlich ansteigen. Es wurde dann eine Dosierung von 300 mg CBD mit den Medikamenten Ipsapiron (5 mg) und Diazepam (10 mg) beziehungsweise einem Placebo verglichen. Es kam heraus, dass CBD und die Medikamente die Angst deutlich reduzierten.

Welche weiteren Wirkungen sind bekannt?

Fast alle Magen-Darm-Funktionen werden durch Endocannabinoide reguliert. Die Aktivierung von CB1-Rezeptoren zum Beispiel stimuliert die Darmbewegungen, unterdrückt die Sekretion von Säure und Flüssigkeit und verursacht eine Weitung der Blutgefäße (PUMP!), die den Darm versorgen. Die Aktivierung von CB1-Rezeptoren auf Hormonzellen im Darm aktiviert Substanzen, die Hunger signalisieren. Die Aktivierung des CB2-Rezeptors kann bei Belastungen der Darmgesundheit die Darmbeweglichkeit normalisieren.

Das Endocannabinoidsystem ist auch ein wichtiges System, wenn es um die Aufrechterhaltung einer normalen Magengesundheit geht, also interessant für Menschen, die an streßbedingten Magengeschwüren leiden!

CBD beschränkt sich nicht nur auf diese zwei Rezeptoren. So haben verschiedene Rezeptoren Auswirkungen auf bestimmte Leiden, Beschwerden und Krankheiten im Körper!

Antipsychotische Wirkung:

In klinischen Studien wurde beobachtet, dass CBD eine antipsychotische Wirkung bei Patienten mit Schizophrenie besitzt. Diese wird auf eine Erhöhung des Anandamid-Spiegels z.B. im Nervenwasser bzw. im Gehirn zurückgeführt. Cannabidiol hemmt die Aufnahme und den Abbau des Endocannabinoids Anandamid und steigert die Konzentration insgesamt. Da Anandamid die CB1- und CB2-Rezeptoren aktiviert, könnte die CBD-Gabe die Aktivierung fördern und die antipsychotische Wirkung entfalten.

Schmerzlinderung durch CBD:

CBD stimuliert den Vanilloid-Rezeptor-Typ 1 und könnte Schmerzen lindern. VRT-1 soll als Schmerzrezeptor fungieren und wird durch CBD etwa so stark angeregt wie durch Capsaicin, dass in verschiedenen Paprika- und Chilisorten vorkommt und für die geschmackliche Schärfe verantwortlich ist.

CBD-Einsatz bei Hirntumoren?

Wenn es einen Vanilloid-Rezeptor-Typ 1 gibt, gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch einen Vanilloid-Rezeptor-Typ 2. CBD induziert die Autophagie von bestimmten Hirntumor-Zellen. Dieser Mechanismus ist unter anderem vom VRT-2 abhängig!

CBD bei chronischen Schmerzen:

In einer Tierstudie konnte eine Wirkung von CBD auf den Glycinrezeptor beobachtet werden. Dieser Rezeptor ist verantwortlich für Unterdrückung chronischer Schmerzen und seine Stimulierung bewirkt eine Reduktion entzündlicher und neuropathischer Schmerzen. Wird dieser Rezeptor, welcher sich hauptsächlich in den Nervenzellen befindet, aktiviert, führt dies zu einer Verminderung der Erregbarkeit der Nervenzellen. Also einfache Mathematik: reduzierte Erregbarkeit = reduzierte Übertragung von Schmerzreizen.

CBD bei schlechter Durchblutung:

CBD verstärkt die Signalgebung durch Adenosin im Körper. Adenosin übt eine Anzahl von Wirkungen im Körper aus. Den Sportlern ist wohl das Adenosintriphosphat bekannt, welches als DAS ENERGIESUBSTRAT beschrieben wird. Adenosin an sich blockiert die Ausschüttung aller aktivierenden und belebenden Botenstoffe im Nervensystem, der Neurotransmitter, wie beispielsweise Dopamin, Acetylcholin und Noradrenalin. Das hat unter anderem eine Weitung der Blutgefäße zur Folge. Auch einige entzündungshemmende Wirkungen von CBD könnten auf diesem Wirkmechanismus beruhen.

Bei Angst spielt Serotonin eine Rolle:

CBD bindet an den Serotonin-Rezeptor 5-HT1A. Dieser ist hauptsächlich im Gehirn und Rückenmark vorhanden und sorgt unter anderem für Lernvorgänge und die Regulierung der Körpertemperatur. Geht es um Angstzustände und Depressionen, wird in der (traditionellen) Medizin oft ein Medikament eingesetzt, welches diesen Rezeptor aktiviert. Seine Aktivierung könnte zu den angstlösenden Wirkungen des CBD beitragen.

Besser als Vitamine?

CBD ist auch als Radikalfänger, also Antioxidans, bekannt. Es kann die oxidativen Schädigungen durch H2O2 (Wasserstoffperoxid) vorbeugen und das teilweise besser als die für uns bekannten Antioxidantien, Vitamin C und Vitamin E!

Degeneration des Gedächtnisses (Alzheimer) verlangsamt durch CBD:

In einer Studie der Universität in Jerusalem konnte eine positive Wirkung bei Mäusen untersucht werden, die an Alzheimer erkrankten sind. CBD wirkt neuroprotektiv und sorgt somit für eine Verlangsamung der Degeneration des Gedächtnisses!

CBD bei Krebs:

Wenn es um Krebs geht, gibt es eigentlich kein Allheilmittel. Es gibt zu viele Krebsformen mit zu vielen Wirkmechanismen. Kein Wunder, dass die Medizin hier nur langsam voran kommt. Vielleicht ist CBD ein Lösungsansatz? In mehreren Studien konnte bei Gehirn-, Lungen-, Brust-, Prostata-, Blut-, Mund-, Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs gezeigt werden, dass CBD die Lebensfähigkeit von Tumorzellen sowie deren Wachstum und Verbreitung minimiert!

CBD bei Schlafproblemen:

CBD zeigt sich auch als ein effektives Mittel bei Menschen, die an Angst und Stress-bedingte Schlafstörungen leiden. CBD beeinflust direkt den Schlaf-Zyklus und unterstützt die REM-Phase (Tiefschlaf).

CBD bei Depressionen:

In einem Experiment mit Ratten konnte festgestellt werden, das CBD die Motivation steigert und auch ein so genannter „prohedonic“ Effekt (pro-Lust-Effekt) eintritt. Verhaltenstests an Mäusen (Quelle) zeigen zudem auf, dass CBD Effekte mit sich bringt, die wie ein schnell wirkendes Antidepressivum wirken. Erkennbar war in den Tests zudem eine erhöhte Erregungsübertragung zwischen den Nervenzellen für Cortical 5-HT/Glutamate.

CBD bei Multipler Sklerose:

Da CBD eine entzündungshemmende Wirkung besitzt, kann es auch bei MS-Patienten eingesetzt werden und die Folgen dieser Krankheit positiv beeinflussen.

Aber das ist noch nicht alles! Denn CBD kann bei folgenden Beschwerden angewendet werden und zu einer Besserung führen:

  • bei der Rauchentwöhnung/Sucht allgemein
  • bei Akne
  • bei Diabetes
  • bei Fibromyalgie
  • bei posttraumatischen Stressstörungen
  • bei Schlaflosigkeit
  • bei Morbus Crohn
  • bei Allergien
  • bei Asthma
  • bei Übelkeit und Brechreiz
  • bei Entzündungen sowie chronischen Erkrankungen (z. B. Rheuma, Arthrose)
  • bei Fettleibigkeit
  • bei Krebs
  • bei Erkrankungen des Nervensystems

 

Hautpflege auf natürliche Art mit dem Extra an CBD. Rein natürliche Inhaltsstoffe ohne Zusätze! 

Aktuell laufen zu CBD Phase-2-Studien zum Einsatz bei Schizophrenie. Die Erforschung von intravenös verabreichtem CBD bei Neonataler Enzephalopathie (Orphan-Status) ist noch im präklinischen Stadium. Zu Colitis ulcerosa (chronisch-entzündlichen Darmerkrankung) wird in Phase 2 geforscht. Zudem wird CBD alleine oder gemeinsam mit z.B. THC u.a. bei Gliom (Hirntumore, Orphan-Status), Brustkrebs und Lungenmetastasen erprobt. Wir sind auf die Ergebnisse gespannt!

Hier ein Überblick über die Wirkmechanismen, die auf CBD zutreffen.

CBD wirkt:

  • Analgetisch (Schmerzlindernd)
  • Antientzündlich (gegen Entzündungen)
  • Anorektisch (Appetitzügelnd)
  • Antiemetisch (Gegen Übelkeit & Erbrechen)
  • Antikinetisch (Darmberuhigend)
  • Anxiolytisch (Angstlösend)
  • Neuroleptisch (Gegen Bewusstseinsstörungen)
  • Antiepileptisch (Gegen Epilepsie)
  • Antispasmodisch (Krampflösend)
  • Vasolidierend (Gefäßerweiternd)
  • Antiinsomnisch (Beruhigend, schlaffördernd)
  • Immunsuppressiv (Gegen Allergien/Autoimmunkrankheiten)
  • Antidiabetisch (Gegen Symptome eines Diabetes)
  • Neuroprotektiv (Nervschützend, gegen Alzheimer)
  • Antipsoriatisch (Gegen Psoriasis & Hautprobleme)
  • Antiischämisch (Durchblutungsfördernd)
  • Antibakteriell (Gegen Bakterien)
  • Antifungal (Gegen Pilzinfektionen)
  • Antiproliferativ (Hemmt Tumorwachstum)

 

Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen:
Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung und sind nicht zur Diagnose, Behandlung, Heilung oder Verhütung von Krankheiten gedacht. Sie ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Wir und unsere Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information oder Produkte ergeben. Die abgebildeten CBD-Produkte und Mikronährstoffe werden als Nahrungsergänzungsmittel angeboten, stellen keinesfalls einen Ersatz für irgendein verschriebenes Medikament dar und dürfen bei Schwangerschaft oder Stillen nicht angewendet werden. Alle Texte erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.