Cannabis – eine Geschichte der Jahrtausende

Cannabis – eine Geschichte der Jahrtausende

Schon vor 5.000 Jahren waren die Menschen von der gesundheitlichen Wirkung der Hanfpflanze und speziell des Cannabis überzeugt. Doch noch heute, im 21. Jahrhundert, ist Cannabis in vielen Teilen der EU verboten, zumindest, wenn der THC Gehalt über 0,2 Prozent liegt. Doch woher kommt Cannabis, wer entdeckte es und welchen Weg hat es bereits hinter sich?

Cannabis – eine Pflanze sorgt für Aufregung

Die Cannabispflanze gehört zu den wenigen Pflanzen, die weltweit angebaut und gezüchtet werden. Zwar gibt es immer wieder auch (illegale) Importe, doch der Anbau floriert und unterhält einen Weltmarkt. Millionen Menschen konsumieren Cannabis, eine Pflanze, die einst als eine wilde Spezies entstand. Ihr ökologisches Verbreitungsgebiet war äußerst gering, doch der Mensch hat für die Domestizierung gesorgt und die Pflanze weltweit verbreitet.

Es wurden verschiedene Sorten und exotischste Hybriden erschaffen, Cannabis wurde zur Herstellung von Industriematerial und Medikamenten genutzt. Doch was anfangs nur eine Wildpflanze war, gehört heute zu den umstrittensten und zugleich begehrtesten Pflanzen der Menschheit.

In den letzten 5.000 Jahren wurde aus Hanf Seile hergestellt, es wurde Papier geprägt, es wurden Schmerzen gelindert und psychodelische Eigenschaften genutzt, um den eigenen Glauben durch Riten zu zelebrieren. Erst in der Neuzeit wurde auch die Wissenschaft aufmerksam und Forscher machten sich daran, die Komplexität dieser einzigartigen Pflanze zu entschlüsseln.

Zahlreiche Züchter veränderten Sorten, sorgen für höhere Anteile an Cannabinoiden und machten aus der ursprünglichen Nutzpflanze eines der elementarsten Rauschmittel überhaupt. Bis heute sitzen weltweit zehntausende Menschen im Gefängnis, weil sie einst in Besitz von Cannabis waren. Der Einfluss von Cannabis auf die Menschheit ist immens und es ist interessant herauszufinden, woher sie eigentlich stammt.

Die botanischen Fakten und seine Herkunft

Erst 1753 wurde Cannabis überhaupt offiziell klassifiziert. Das klingt zwar nach einer Ewigkeit, ist angesichts der Tatsache, wie lange es Hanf schon gibt, sehr spät. Botanisch trägt die Hanfpflanze den Namen Cannabis Sativa und beschreibt die Eigenschaften, die eine solche Pflanze mitbringt. Sativa bedeutet schlichtweg „gepflanzt“, Cannabis steht für „stockartig“. Es wurde bis zum Jahr 1875 davon ausgegangen, dass es nur eine einzige Cannabisart gibt. Doch dann folgte 1875 die Revolution und ein Evolutionsbiologe widerlegte die These. Er brachte Pflanzen aus Indien ins Spiel, die unter dem Namen Cannabis Indica Einzug ins Pflanzenlexikon hielt.


Der größte Unterschied zwischen Indica und Sativa? Das psychoaktive Profil! Denn Cannabis Indica hat zwar eine deutlich schlechtere Qualität an Ballaststoffen, wirkt dafür aber deutlich psychoaktiver. Seit 1970 ist nun klar geregelt, dass es drei Unterarten von Cannabis gibt. Cannabis Sativa, Ruderalis und Indica.

Die Heimat des Marihuanas

Bis heute ist es nicht exakt belegt, welchen geografischen Ursprung Marihuana eigentlich hat. Es werden jedoch immer wieder drei zentrale Regionen genannt, die als Heimat der Cannabispflanze gelten. Dazu gehört Zentralasien, wie der Buchautor R.J. Bouquet 1950 als These aufstellte. Er behauptete, dass es vor allem Nordwestchina, Kasachstan und die Mongolei wären, die als Herkunftsregion für Cannabis relevant sind.

Andere Wissenschaftler hingegen sehen Indien als Herkunftsland, wenngleich sie die Beteiligung Zentralasiens nicht ausschließen. Ein Forscher namens Hooker konnte beobachten, dass Marihuana als Wildwuchs im Himalaya zu finden war. Daraus wurde geschlossen, dass Afghanistan, Indien, Usbekistan und Tadschikistan mögliche Heimatorte sein könnten.

Die dritte Theorie legt sich allerdings auf einen ganz anderen Ort fest, nämlich auf Tibet. Einer der bekanntesten Cannabisforscher Großbritanniens, John McPartland ist überzeugt davon, dass Marihuana seinen Ursprung in Tibet hat. Vermutlich wird es nie gänzlich entschlüsselt, woher die Pflanze eigentlich stammt. Doch vielleicht lässt sich zumindest die Frage beantworten, was die Menschen damit gemacht haben.

Die frühe Nutzung der Cannabispflanze

Forschung ist nicht nur ein zukunftsweisendes Gebiet, sondern beschäftigt sich natürlich auch mit der Vergangenheit. So war es Archäologen gelungen herauszufinden, dass in der Steinzeit bereits Hanffasern zu Dekorationszwecken genutzt worden waren. Das liegt nun 10.000 Jahre zurück und ist ein beeindruckender Hinweis darauf, wie lange die Pflanze bereits eine Rolle für die Menschheit spielt.

Doch auch im alten China wurde Hanf schon seit Jahrtausenden verwendet. Das chinesische Buch der Riten, welches bereits 200 v. Christus verfasst worden war, sah vor, dass Menschen in Trauer sich mit Hanfkleidung bedecken sollten.

Doch die alten Chinesen stellten nicht nur Kleidung daraus her, sondern Papier, Netze und Seile, die sie bei der Jagd und beim Fischfang verwendeten. Das Papier existiert bis heute, beschrieben mit ihren Gedichten, philosophischen Gedanken und ihren Geschichten. Es scheint, dass die alten Chinesen schon seinerzeit wussten, welchen Einfluss das Pflanzengeschlecht auf die Wirkung hat.

Auch in zahlreichen anderen Regionen der Welt wurde Cannabis schon tausende Jahre vor der heutigen Zeit genutzt. Ob als Nutzpflanze oder besonders auch als medizinische Pflanze, die Menschen entdeckten früh, was Cannabis für eine Bedeutung haben konnte. Doch die Wissenschaft ließ sich Zeit, um ihre Schlüsse zu ziehen.

Cannabis im Fokus der Wissenschaft

Erst während der Prohibition im 20. Jahrhundert war es Wissenschaftlern gelungen, die Wirkstoffe der Cannabispflanze erstmals zu isolieren. Auch wurden Untersuchungen durchgeführt, die die Wirkung des psychedelischen Pflanze auf den menschlichen Körper dokumentieren sollten. Erst jetzt wurde entdeckt, dass THC der entscheidende Wirkstoff ist und dass die Verbindung zum menschlichen Endocannabinoid-System für die Reaktionen verantwortlich ist.

Bis 1940 sollte es dauern, bis CBD erstmals isoliert werden konnte. Seine Wirkung ist allerdings erst in den letzten zehn Jahren von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen worden. Der größte Unterschied zum THC, die fehlende, psychedelische Wirkung, macht das Cannabinoid so interessant. Denn damit ist es auch heute im legalen Rahmen möglich, die medizinische Kraft der Cannabispflanze zu nutzen. Denn CBD hat keinen berauschenden Effekt, wohl aber immense Einflüsse auf die Selbstheilungskraft des Körpers.

Fazit: Das Kraut der Jahrtausende

Es ist das Kraut der tausenden von Jahre und es beschäftigt die Menschen bis heute. In vielen Teilen der Welt, selbst im sonst so konservativen Amerika, ist Cannabis längst legal, da die Wirksamkeit über die Gefahr als Rauschmittel gestellt wird. Und tatsächlich haben sich Forscher schon häufig damit auseinandergesetzt, ob die legale Droge Alkohol nicht eigentlich viel stärkere und gefährlichere Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat. Die Rufe, Cannabis auch in Deutschland zu legalisieren, werden lauter und immer mehr Politiker geben ihr Votum genau dafür ab. Es bleibt mit Spannung abzuwarten, was aus einer Pflanze werden wird, die schon vor 10.000 Jahren Einfluss auf den Menschen hatte.

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